Zum 01.04.2017 ändert sich die Rechtslage für die Arbeitnehmerüberlassung erheblich und birgt viele Gefahren für die Arbeitgeber. Unbedingt zu beachten sind die neuen Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflichten, die bei Nichtbeachtung nicht nur zu Bußgeldern, sondern auch zu einem Arbeitsverhältnis zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer führen können (§ 10 Abs. 1 AÜG nF). Der Verleiher muss die Arbeitnehmerüberlassung bereits im Vertrag zwischen Verleiher und Entleiher kennzeichnen und die Person des Leiharbeitnehmers konkretisieren. Auch die zeitlichen Grenzen der Überlassung müssen nunmehr zwingend eingehalten werden. Nach § 1 Abs. 1 b 1 AÜG nF gilt eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten. Zudem muss Leiharbeitnehmern künftig nach neun Monaten das gleiche Entgelt gezahlt werden, dass ein vergleichbarer Stammarbeitnehmer im Entleiherbetrieb erhält (vgl. § 8 Abs. 1 AÜG n.F.).

RA Oliver Klein