Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in einer aktuellen Entscheidung (Beschl. v. 17.6.2015 – 17 TaBV 277/15) ausgeführt, dass bereits die Übertragung der Personalverantwortung auf einen Mitarbeiter für sich genommen zur Eingliederung des Mitarbeiters in dem Betrieb führen kann, deren Belegschaft er führen soll.
Eine Einstellung liegt vor, wenn der Beschäftigte in den Betrieb eingegliedert ist, für den der Betriebsrat zuständig ist. Dabei ist nicht entscheidend, dass der Arbeitnehmer seine Tätigkeit im Betrieb, d.h. auf dem Betriebsgrundstück bzw. in den Betriebsräumen, verrichtet. Zum Betrieb gehören vielmehr auch diejenigen Arbeitnehmer, die zur Erreichung des Betriebszwecks außerhalb des Betriebs eingesetzt werden. Dies kann zur Folge haben, dass ein Arbeitnehmer in mehrere Betriebe des Arbeitgebers eingegliedert ist.

Allein die Bestellung eines Mitarbeiters zum Vorgesetzten kann somit zu seiner Eingliederung in den Betrieb der unterstellten Mitarbeiter und damit auch zu einem Beteiligungsrecht des in diesem Betrieb gebildeten Betriebsrats führen, wenn der Mitarbeiter zur Verwirklichung des arbeitstechnischen Zwecks des Betriebs organisatorisch eingeplant werde. Dies dürfte vor allem bei unternehmsübergreifenden Matrixstrukturen zu beachten sein.