Nach § 84 Abs. 1 Satz 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) ist Handelsvertreter, wer als selbständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Er hat die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns anzuwenden.

Der Handelsvertretervertrag ist ein Vertrag zwischen einem Unternehmer und einem Handelsvertreter. Dabei handelt es sich um einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit Dienstleistungscharakter. Die Regelungen des HGB bestimmen die Gestaltung der Handelsvertreterverträge. Sie enthalten eine Reihe von Sonderregelungen zum Schutz des Handelsvertreters. Dieser ist oft vom Unternehmer wirtschaftlich abhängig, obwohl er per definitionem selbständig tätig ist.

Der Unternehmer ist dem Handelsvertreter zur Zahlung von Provisionen verpflichtet.

Nach § 89 b HGB steht dem Handelsvertreter bei Beendigung der Vertragsbeziehung mit dem Unternehmer ein Ausgleich für die für den Unternehmer geworbenen Kunden zu. Dieser Ausgleichsanspruch stellt eine Kompensation für die vom Handelsvertreter geschaffenen Kundenbeziehungen dar, die nach Beendigung des Handelsvertreterverhältnisses rechtlich dem Unternehmer zugeordnet werden.

Sie sind Handelsvertreter und haben Fragen zu Ihrem bestehenden oder zu dem Ihnen angebotenen Handelsvertretervertrag?

Sie wollen das Handelsvertreterverhältnis beenden und fragen sich, ob der angebotene Ausgleich nach § 89 b HGB angemessen ist?

Sie sind Unternehmer und benötigen einen Vertrag zum Abschluss mit einem Handelsvertreter?

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